Schlechte Filme, gute Filme

Hollywood ist ausgelutscht. Jedes bescheuerte Thema wurde schon cinemagraphisch angesprochen,  mit unterschiedlichen Versionen gedrehtund ist damit ausgeleiert, nein, ausgelutscht. Schlimmer noch. Da versucht Hollywood mit eigenen Versionen Geschichten fremder Kulturen zu imitieren und das Resultat daraus ist einfach nur noch grauenvoll. Die Story vorhersehbar und absolut ohne jede Überraschung. Langweilig, nein, deprimierend.

Die letzte versuchte creation des amerikanischen “wir-nehmen-alles-Hauptsache-wir-verdienen-daran” – Wahnsinns ist die gefühlte drölfzigionste Version von Godzilla, die neulich über die Mattscheibe flimmerte. Godzilla 2014. Menschlicher Wahnsinn gepaart mit dem Versuch,  fantastische Kreaturen wissenschaftlich fundiert zu verkaufen. Neu aufgezogen mit noch mehr Aktion, noch mehr Bumm, noch mehr Drama. Drama, Drama, Drama. Wir brauchen mehr Drama scheint das Credo der Filmindustrie a la Hollywood zu sein.

Um den Glauben nicht vollständig zu verlieren, schaut man sich selbst lieber einen jüngeren Klassiker der Filmgeschichte an, in dem ein gewisser John eingangs selbstironisch Hollywood aufs Korn nimmt. Zumindest sind die Dialoge näher an der Realität und eine gwisse Spannung zieht sich durch den Film, so dass der Glaube an das Können von Drehbuchschreibern, Schauspielern und Regisseuren wenigstens teilweise ein Stück gerade gerückt wird. Passwort swordfish. Achja, da geht noch was. Ein Hauch Ehrlichkeit.

Ach Hollywood, was ist nur aus dir geworden? Wo ist die Phantasie geblieben, das träumen während des Filmes, die Botschaft zwischen den Szenen, die Message für das Unterselbst. Nein, es macht keinen Spaß mehr, sich auf neue Filme zu freuen. Es gab alles schon einmal,  irgendwann, irgendwie. Und neue phantastische Reisen, neue Themen, selbst die werden so verunziert, dass es einfach keinen Spaß mehr macht, sich noch auf ein schönes Gemetzel filmischer Natur zu freuen. Hugh, ich habe gejammert.

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One Response to Schlechte Filme, gute Filme

  1. Maxx sagt:

    Ja, es gibt unheimlich viele “Remakes”, die einen auch echt langweilen – ätzend und kaum besser als die Klassiker!
    Aber es ist auch ein Ausdruck von Risikoscheu und Erfolgsdruck, denn da die Schinken immer mehr Millionen (Gewinne + Produktionskosten inkl. horrender Gagen) einspielen müssen, kauft ein Studio dann halt lieber die Lizenz für ne Superman/Godzilla-Neuverfilmung oder Alien vs. Predator 10.0 oder macht nen Remake von Total Recall oder dreht etwas nach nem bekannten Videospiel; ist weniger riskant als irgend’nen exotischen Stoff vielleicht noch von irgendeinem unbekanntem Drehbuchschreiber zu verfilmen …
    Oder man holt noch mal den ausgelutschten Mad Max aus der Mottenkiste. Demnächst.
    Na ja, so wie überall, es ist letztlich Renditedruck – die Investoren und Anteilseigner der Studios setzen auf die sichere Karte, halt ne Erfolgsgarantie …