Bürgerdialog

Es ist doch im Endeffekt wieder nur ein Versuch, die bisher gekippte Stimmung der “Bürger” zu richten. Im Hinblick natürlich auf die anstehenden Wahlen, übernächstes Jahr. Damit Deutschlands first Lady – man mag es eigentlich gar nicht so nennen –  weiterhin an der Macht bleiben kann. Oder?

Nach außen hin mag es den Anschein machen und das soll es ja auch, dass die beiden Spitzen, die derzeitigen Führer der Einwohner dieses Landes, sich für die Meinung letztgenannter wirklich interessieren. Da wurde sogar aus steuerlichen Mitteln eine wirklich professionell gestaltete Homepage ins Leben gerufen, die außer Pressefritzen und den Behördenmitarbeitern doch sowieso kaum jemand aufrufen wird.

Doch warum es auf diesem Wege machen? Die alte Mutti an der Macht hätte doch nur auf diversen Veranstaltungen einmal hinhören müssen, was die Leute so bewegt. Genug Gründe gab es ja. Ein lauthals und deutlicher ist, dass die Bürger kein TTIP möchten – wobei die Regierung dieses Abkommen auch gegen den Willen der Bürger auf Biegen und Brechen durchsetzen will. Zum Wohle des Deutschen Volkes, so war doch ein Teil ihres Amts-Eides, oder? Die Politiker brauchen sich doch nur einmal durch das Neuland bewegen, um zu erkennen, wo der Schuh drückt. Dafür braucht es keine wissenschaftliche Auswertung.

“Wenn die Politik wirklich zum Bürger gehen wollen würde, dann würden die Abgeordneten öfter ihre Wahlkreise besuchen, dort den direkten Dialog suchen und die Meinung ihrer direkten Wähler in die Landes/Bundestage reintragen. Das ist reine Verschwendung von Steuergeldern und dient allein der Werbung und nicht der Demokratie.” (Quelle)

Dem wäre so nichts hinzuzufügen, besser hätte man es wirklich nicht mehr ausdrücken können. Statt solcher tollen Aktionen wie diesen unpersönlichen Internetauftritt wäre doch mal ein Auftritt angesagt, inmitten der Bürger. Ein Auftritt zum Beispiel bei den Friedensmahnwachen und auch auf die Gefahr hin, dort kräftig ausgebuht zu werden. Damit sie endlich mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkommen.

Oder einmal durch die Arbeitsagenturen marschieren, durch die Sozialämter, um zu sehen, wo den Leuten der Schuh drückt. Das manchen nur mit Sozialhilfe und Aufstockung durchs Leben kommen. Oder 2-3 Jobs brauchen, um überleben zu können. Aber nein, solch banale Dinge sehen unsere Politiker nicht. Auf diese absurde Idee würden sie niemals kommen.

Eine weitere Möglichkeit, der Politik-Verdrossenheit entgegen zu treten wäre doch die einfache Maßnahme, für wichtige politische Entscheidungen einfach mal eine Volksbefragung durchzuführen. Aber dafür ist der Tellerrand zu hoch mit den Münzen von Wirtschaft und Finanzsektor.

Doch auch für die Bürger gäbe es eine Möglichkeit, ihren Unmut lautstark auszudrücken. eine Wahlbeteiligung von unter 10% – das gäbe mal einen Aufruhr! Das wäre die Klatsche, die unseren Damen und Herren der politischen Riege einmal bräuchten. Doch dafür müssten die Einwohner dieses Landes einmal an einem Strang ziehen und das ist schier unmöglich. Amen.

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3 Responses to Bürgerdialog

  1. Soweit ein schöner und wirklich wahrer Artikel, allerdings sollte man vorsichtig mit Wahlboykotten sein. Unsere Systemmedien sind dermaßen verkommen, das sie so etwas dem Bürger anlasten…bei null Selbstreflexion natürlich!!! Ich sehe schon die Artikel in der Bild “Bürger unmündig – Haben wir Wahlen überhaupt verdient?” oder Talkshowtitel wie: “Ist die nationale Demokratie am Ende?” Scheinheilige Dummschwätzer-Experten weden betroffen feststellen das…”Weltweit Menschen für Demokratie sterben nur in Deutschland wird auf´s Wahlrecht gespuckt…”

    Wenn so eine Maschine einmal ans Rollen gekommen ist, ist die öffentliche Diskussion nicht mehr weit. Und unsere Politiker werden dann den Sinn von nationalen Wahlen öffentlich in Frage stellen. Es werden Argumente kommen wie…”Nationale Wahlen mit geringer Beteiligung sind gefährlich, da rechtsgerichtete Parteien dann unverhältnismäßige Vorteile erlangen!” Nachdem sie das Grundgesetz dann komplett zerfleddert haben um eine eine Neuordnung des Wahlrechts zu ermöglichen, werden sie die Europakarte spielen…das heisst, das wir dann nur noch das Kasperletheater-Europa-Parlament wählen dürfen (was ja sowieso nichts zu sagen hat, da ja die unwählbare EU-Kommission die Hosen an hat). So werden sie uns dann das letzte bedeutsamere Kreuzchen auch noch wegnehmen, wenn wir nicht aufpassen!!!

    Liebe Grüße

    Micha

  2. Maxx sagt:

    Ja, gut erkannt. Bei diesem “Bürgerdialog” gehts darum, den Bürger im Sinne der verordneten Politik zu agitieren und die von vornherein feststehende “Richtigkeit der Regierungspolitik” zu vermitteln. Ein Dialog wäre Rede und Widerrede, ein Gespräch unter Gleichen mit dem kommunikativen Ziel, andere Standpunkte auch zu begreifen und aufzunehmen, aber darum gehts bei solchen Aktionen (wie auch bei Talkshows) nie…
    Ich bin übrigens auch kein Fan von Wahlboykotten. Denn so genannte “Wahlmüdigkeit” kann und wird teilweise auch als Ausdruck der Zufriedenheit mit den Zuständen und Zustimmung zur herrschenden Politik gedeutet – daher eben bin ich gar kein Anhänger eines Wahlboykotts. Und solange man auf nationaler Ebene noch irgendeine alternative Partei wählen kann, würde ich das erstmal auch tun.

  3. matthias sagt:

    An alle die es angeht,  Freiheit oder Handelsrecht ?

    wenn man aus dem Rechtskreis der handelsrechtlichen 
    BRD heraus will, sollte man folgendes wissen:

    https://www.youtube.com/watch?v=UeniO41W_Bo

    https://www.youtube.com/watch?v=xsWZjuBruwk&feature=youtu.be

    Wir sind ein besetztes Land und die Besatzer haben 
    hier das sagen. Ihre Einschränkung ist das Völkerrecht
    (HLKO) und das internationale deutsche Recht.
    Sie haben angeordnet das wir gemeldet sein müssen !

    Es gibt einen anderen Rechtskreis. Das ist der staatliche
    Rechtskreis aus der Zeit vor 1918. Die sogenannte 
    Kaiserzeit. Alles danach ist im Handelsrecht !

    In diesen Rechtskreis können wir über die Aktivierung
    der Urgemeinden aus der Zeit um 1850 wieder 
    eintreten. Dort haben wir bürgerliche Rechte. Siehe
    z.B. Preußische Verfassung von 1850.

    Das Handelsrecht-Spiel heißt Monopoly. Ihr könnt
    niemals gewinnen. Sie haben die Bank und können
    jederzeit die Spielregeln ändern. Ihr könnt Eure
    Spielfigur nur aus dem Spiel nehmen, wenn ihr
    Euch in der aktivierten Ur-Gemeinde anmeldet,
    bei der BRD abmeldet und vorher die Verträge
    kündigt.

    Das heiß:  Wir sollten uns in Eigenverantwortung
    selbst organisieren. Wir haben das ab 2013 so
    gemacht.

    Steht auf für den Friedensvertrag ….

    https://www.youtube.com/watch?v=y4lm6d7oxFM

    Gemeinde Neuhaus in Westfalen