Die Verbindung von Altertum und Moderne

Die Verbindung von Altertum und Moderne ist bei mir zu Hause aktueller denn je, denn anderswo. Ich bin ein Wanderer zwischen den Zeiten, ein Genießer des Klassischen, ein Nutzer des Modernen. Ein Zwilling durch und durch. Man sagte mir, in meinem Körper steckt noch eine alte Seele, die nicht ganz die Geschichte anno dazumal vergessen kann und ein Teil davon auch heute noch lebt. Offenes Feuer statt elektrischem Licht, Kerzenschein statt Glühbirne, Leuchter statt Taschenlampe, Tablett statt Buch. Halt stop, wie war das?

Genau, Tablet statt Buch. Bücher nur, wenn sie alt sind, in einer klassischen Schrift geschrieben. Diese lateinischen Buchstaben sind so ekelhaft kalt und gefühlslos, die passen besser in ein Tablet, für ein Ebook. Ein Buch, dass muss was hermachen. Das muss etwas ausstrahlen. Papier ist geduldig, auch über Jahrhunderte. Und diese Geduld zu spüren, das ist es, was bei der modernen Literatur fehlt.

Geschwafel für das Blog, für die Elektronik, Geistiges für das Papier, die Feder und die Tinte. Wein gehört in ein Glas, der Rest in die Flasche. Mobiliar braucht Ästhetik, Nutzbares darf einfach da sein. – solange es nicht klinisch weiß ist. Schreiben braucht Atmosphäre, da ist einfach schon der Stil in der Handhabung von Feder und Tinte. Auf eine Tastatur einhacken kann jeder.

Das Mittelalter hatte Kultur, die Wikinger hatten Kultur, auch die anderen, jenseits der grenzen unseres Europa, hatten Kultur und haben stellenweise noch Kultur. nur wir haben alles abgeworfen, abgeschüttelt. Aber gut, damals war sowieso alles besser. War vieles ja auch. Die Möbel sahen ansprechender aus, die Häuser hatten mehr Stil – schöner als jeder Glas- und Betonklotz, der heute die Gegend verunziert.

Ach, könnte das alte Herrenhaus mit dem Stuck innen und außen nur meines sein. Im Stil des letzten Jahrhunderts eingerichtet, mit Stil. Mit Flair, mit Atmosphäre, mit Ausstrahlung – und natürlich einer gehörigen Portion Technik, die das Leben so einfacher, aber auch abhängig macht. Es würde aber auch ohne gehen, wenn ich es mir recht vorstelle. “Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust …”

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