Ganz unverhofft – eigentlich

Man mag es nicht glauben, aber so ganz langsam und unverhofft beginnt der Frühling. So richtig unverhofft, als wenn wäre es das erste Mal, das allererste Mal, dass nach einem Winter der Frühling beginnt. Nein, wie konnte das nur passieren? Unglaublich, aber sowas von. Sowas von unverhofft … Nein? Doch!

DSC_0503So ganz unverhofft beginnt auch wieder die zweite Grippesaison im Jahr, die dann entsteht, wenn ein Wechsel der Temperaturen stattfinden. Und was für ein Zufall – terminlich gleichzusetzen mit dem Beginn des Frühling. Nein. Doch! Nein, Doch, wirklich! Na dann, nichts wie raus aus den Winterklamotten und rein in das luftige, frühlingshafte leichte Tuch, um auch die letzten Viren mitzunehmen, die noch von der Wintersaison übrig sind. Saison in und Saison out und das Ganze gleichzeitig. Und unverhofft natürlich. Wie könnte man sowas auch erwarten? Unmöglich!

So ganz unverhofft schlägt natürlich auch Murphys Gesetz zu. Erbarmungslos und auch gnadenlos. Man könnte ja wissen, dass es dieses gibt, aber das wäre nicht mehr unverhofft. Und unverhofft kommt doch. Genau wie Murphys Gesetz. Was man ja nicht zu hoffen wagt, das es ausbleiben könnte. Nein. Doch! Das wäre nun wirklich zuviel des Guten.

Und natürlich passieren die meisten Dinge grundsätzlich unverhofft. Eigentlich alles. Nicht es zum Standardwissen gehört, dass die Dinge passieren, sie passieren eben. Das weiß man ganz unverhofft. Und doch vergisst es der Kopf wieder ganz schnell, damit es doch noch unverhofft wird. Es könnte ja eintreten, was zu erwarten war. Und wenn es erwartet wird, passiert es eh. Also lieber unverhofft. nein, wirklich. Doch. Sag ich doch! Eigentlich ist ja alles wie immer, beim Alten und ganz unverhofft.

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Wo es schon nebenbei erwähnt wurde, das Wort eigentlich. Wo es schon ein paar Mal hier erwähnt wurde, auch das Wort “eigentlich”. Denn eigentlich hat das Wort “eigentlich” keine weitere Bedeutung, eigentlich. Es könnte ja auch mit faktisch, in natura, in Wirklichkeit, ja, tatsächlich, ursprünglich, von Haus aus, wirklich, in facto, realiter übersetzt werden.

Aber eigentlich ist das Wort eigentlich nichts anders als ein halbherziger, nicht überzeugender Einwand, weist auf eine ursprüngliche, aber schon aufgegebene Absicht hin. Eigentlich. Aber anders ist es eigentlich auch nur eine Verballhornung der Wörter: Im Grunde.

Und eigentlich sollte nun auch langsam mal Schluss damit sein. So ganz unverhofft. Nein. Doch! Bis neulich …

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