BlogBattle No. 2 – Freiheit

Gut gebrüllt Löwe. Nein, Schakal. Freiheit ist so furchtbar niederträchtig von Dir, da du genau weißt, wie ich über das Thema denke. Verflucht noch eins. Die Geister die ich rief …

Wichtige Entscheidungen zu treffen
ist die einzigste Freiheit, die man noch hat.
(Filmzitat)

Dem würde ich so nicht ganz zustimmen. Ich würde das Wort “Wichtige” aus dem Zitat entfernen, dann kommt es schon eher hin. Freiheit ist ein subjektives Empfinden. Und Freiheit ist eine Farce. Doch um das zu erläutern, muss ich schon erst einmal den Begriff erläutern. Denn selbst die Definition des Wortes wird unterschiedlich ausgelegt:

  1. Freiheit nach Wikipedia - Maßstab:
    Freiheit (lateinisch libertas) wird in der Regel verstanden als die Möglichkeit, ohne Zwang zwischen allen Möglichkeiten auswählen und entscheiden zu können. (Quelle)
    Also mehr oder weniger nur die Freiheit der Entscheidung, wie im eingangs erwähnten Zitat festgestellt.
  2. Freiheit nach dem Duden – Maßstab
    1. Zustand, in dem jemand von bestimmten persönlichen oder gesellschaftlichen, als Zwang oder Last empfundenen Bindungen oder Verpflichtungen frei ist und sich in seinen Entscheidungen o. Ä. nicht [mehr] eingeschränkt fühlt; Unabhängigkeit, Ungebundenheit
    2. Möglichkeit, sich frei und ungehindert zu bewegen; das Nichtgefangensein
    3. Recht, etwas zu tun; bestimmtes [Vor]recht, das jemandem zusteht oder das er bzw. sie sich nimmt (Quelle)
    Denn hier kommt schon als 1. Punkt die wichtigste Definition zum tragen, die eine tatsächliche Freiheit in dem Sinne des Wortes  meint.

Tatsächlich haben wir nur die Freiheit, uns in bestimmten Grenzen frei zu bewegen, ob es nun natürliche Grenzen, religiöse und staatliche Grenzen oder ökonomische Grenzen sind – unserem Bewegungsraum sind Grenzen gesetzt. Zwangsweise müssen wir auf der Erde wandeln, da die Natur tatsächlich sich erdreistet hat, uns Menschen keine Flügel zu geben oder Kiemen. Vielleicht ist es auch besser so.

Freiheit innerhalb dieser Grenzen gibt es auch nicht wirklich. Denn unser Leben ist in gewisser Weise schon vorprogrammiert: Arbeit, Familie, Erholung. Und nun kommt erst die Freiheit in das Spiel, denn die Art und Weise, die dürfen wir noch selbst bestimmen. Das ist, was eingangs erwähnt wurde, die Freiheit der Entscheidung, die noch in unserer Hand liegt.

Bezeichnend ist in diesem Fall auch ein Musiktitel von M.M.W. – den wohl jeder der älteren Generation kennen dürfte. Veröffentlicht 1987 im Album “Westernhagen” wurde es zum Zeitpunkt des Mauerfalls zu einer Art Hymne hochstilisiert. Doch der Titel wurde schon weit vorher veröffentlicht. Somit kann ein jeder für sich denken und halten, was man will. Dennoch sollte jeder, der jetzt auf den Play-Button drückt, auch wirklich den Text einmal wirken lassen. (zur Not hilft der Songtext hier)

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Soviel zum Mensch und der Musik. Aber um es zu verdeutlichen, auch Tiere haben keine wirkliche Freiheit, auch wenn sie in einer solchen Leben. Denn die Natur ist gnadenlos und setzt auch ihrem Treiben Grenzen. Grenzen im Bewegungsraum, Grenzen im Leben. Geleitet von Instinkten und erlernten Handlungsweisen müssen Tiere immer das tun, was ihrer Art entspricht. Sind sind vielleicht noch eingeengter als wir Menschen, die wir noch einen relativ freien Willen haben. Und damit kommen wir auch schon zum letzten Punkt.

Denn auch unserer freier Wille kann manipuliert, beeinflusst werden. Suggestiv sowohl als auch klar erkennbar. Die Werbung funktioniert auf die suggestive Weise. Politiker und Presse ebenfalls. Durch ständige Wiederholung prägen sich markante Begriffe in unserem Hirn ein und lösen dann im entscheidenden Moment einen Reiz aus. Bei der Werbung ist es der Kaufreiz, von der Presse wird unsere Meinung durch Schlüsselwörter in eine bestimmte Richtung beeinflusst. Es gab und gibt immer noch Wissenschaften, die sich damit beschäftigen, unterschwellig das Unterbewusstsein (Wikipedia) zu manipulieren.

Tatsächliche Freiheit existiert nur
in unseren Gedanken. Noch.
(ich)

Und wer jetzt immer noch nicht genug hat, dem empfehle ich einen “Blogartikel” zum Thema Freiheit, der es eher philosophisch betrachtet. Nimm Dir die Freiheit und klicke einmal >>> hier <<<.

Teilnehmer:
1. Schakal mit seinen Gedankenwelten
2. Chaos – Kisa, Mode und chemische Keulen in Form von Kosmetika
3. Ichigo Komori mit ihrem “The music box of a morbig wonderland”
4. Das Wetterschaf mit Schafen, Wetter und so
5. Der DychterFyrst – mit seiner Buchstabensuppe
6. Die Lisa von FDLH < das schreib ich nicht noch mal aus.
7. und selbstbrüllend Ich, the Lord himself

Chaos-KiSa darf sich nun das nächste Wort ausdenken – ich bin gespannt …

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6 Responses to BlogBattle No. 2 – Freiheit

  1. Wir sehen das Thema anscheinend sehr ähnlich, wenn nicht sogar an einigen Stellen gleich.

    Allerdings ist es für mich schwierig einem Lied zu zu hören, welches ich von der Melodie her nicht mag… (blöde Angewohnheit) darum gibt es von mir dieses Mal eine 2+

  2. kisaxyz sagt:

    Heute kriegst du von mir eine 1 :)

  3. Schakal sagt:

    Freiheit von MMW ist ein sehr schönes Liedgut. Gefällt mir ähnlich gut wie Freiheit von Unheilig. Dein Blog zu dem Thema gefällt mir diesmal nicht so gut wie viele deiner anderen Beiträge. Jaja, mit der Zeit wachsen die Ansprüche. :D Aber ingesamt dennoch ein gelungener und durchdachter Beitrag. Gibt eine 2. :)

  4. Lisa sagt:

    Sehr schöner Text :) ich gebe dir wie kisa ne 1

  5. wetterschaf sagt:

    Eigentlich sollte das lied jeder kennen. ;)
    Ich gebe dir eine 2+