Liebes Tagebuch!

Liebes Tagebuch. Ich bin so glücklich, unglücklich verliebt. Ja, das soll es auch bei mir geben. Der Mensch, den ich so liebe und so abgrundtief hasse, ist schon ein ganz besonderer. Man könnte fast schon sagen: einzigartig, einzig, nicht artig, um bekannte Sprüche zu klopfen. Ein wenig wahnsinnig, gelegentlich pedantisch, aber doch mehr chaotisch. Und ab und zu auch etwas wirr im Kopf. Aber das gehört ja dazu. Einfach ein Mensch eben, mit den kleinen und großen Marotten, die jeder so hat. Nagut, mehr große Marotten als Kleine. Ok, vielleicht auch ein paar mehr Marotten als Andere. Aber das macht diesen Mensch ja so besonders. Besonders wirr.

So einen Menschen zu lieben ist schon was besonderes. Aber keine Schmetterlinge oder solch ähnlichen Unfug dergleichen mehr. Nein, das geht tiefer, viel tiefer. So aus der Seele heraus. Aus dem Innersten, aus dem Herz. Da wo die menschlichen Gefühle sein sollten. Scheiss doch auf den Bauch, der lügt zu oft in der Hinsicht. Beim Thema Liebe muss man schon mehr auf das Herz hören. Und nicht auf das optische und oberflächliche. Denn wenn es danach geht, wäre wohl keine Liebe möglich. Ich kann ja nicht sagen, wenn meine Liebe zu dir proportional zu deiner Hässlichkeit wächst, dann wäre das Phantom der Oper ein optisches Highlight …

Nein, nein. Wenn ich liebe, dann schon wirklich aus Gefühl. Weil mir der Mensch sympathisch ist und dann kommt der optische Eindruck als letztes. Gut, den Wahnsinn muss ich dem Menschen schon noch irgendwie austreiben, aber das dürfte ja mit der Zeit zu schaffen sein. Oder auch nicht. Wenn man einen Menschen so, wie er ist. Extra daran rum zu basteln, hier ein Schönheitsfehlerchen korrigieren, dort eine Macke abstellen – nein, das macht den Menschen anders, als man ihn ursprünglich wollte. Anders als den Menschen, in den man sich verliebt hat. Da muss nicht verändert werden, mit den Macken muss man lernen zu leben. Love it or leave it – war mal ein Spruch eines Motivations-Trainers, auf den ich schon viel früher hören hätte sollen. Dann wäre mir einiges an Leid erspart geblieben. Aber was soll’s, jetzt habe ich ja den Menschen gefunden, der zu mir passt und den ich sehr liebe.

Es folgen noch 5997 Wörter der Lobhudelei und Gesülze über Liebe und so …

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Aber wenn er mir dann jeden Morgen im Spiegel seine Visage zeigt, dann kann ich nicht anders, ich möchte am liebsten reinschlagen, so sehr liebe ich mich und so sehr hasse ich mich auch. Und dann schneidet er immer so blödsinnige Grimassen, da ist es vorbei mit der Liebe. Jeden Morgen mache ich wieder Schluss mit mir. Und doch lande ich dann jeden Abend wieder mit mir im Bett. Schon seltsam, was? Wo die Liebe hinfällt … RÖMMS!

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6 Responses to Liebes Tagebuch!

  1. FrauBeh sagt:

    Verstehe, Du liebst Dich so wie Du bist. Eine gute Einstellung, alles andere ist sowieso nur Quark

  2. FrauBeh sagt:

    den ersten kommentar da oben von mir bitte loeschen die webseite ist falsch
    aber der text stimmt schon kannst es dann lassen

  3. Maxx sagt:

    Tja, eine echte Hassliebe, immer etwas rätselhaft. Gefällt mir aber… ;-)

  4. Fledermaus sagt:

    Love it, CHANGE IT or leave it! :)