Dienstleistungsgesellschaft

Es gibt ja immer noch Leute, die meinen, eine normale Arbeitszeit geht von 8 bis 16 Uhr. Ist ja auch soweit richtig., grob gesehen. Denn wenn man in einer Branche arbeitet, in der die “normalen” Büro- und Verkaufszeiten gelten, trifft das ja auch zu. Deswegen studiert man BWL, um “normal” wie jeder andere Hinz und Kunz auch sich dem Standard anzupassen. Doch, Leute aufgepasst, es gibt tatsächlich Leute, deren Wecker auch schon früher läutet, weil eben auch die Arbeitszeit früher beginnt. Na, hat es geläutet? Da sind dann nämlich die Personen, die dafür sorgen, dass man zu Hause keinen Kaffee kochen muss, sondern sich unterwegs die gefärbte Brühe in den Hals kippen kann. Zum Beispiel.

Doch für diese Leute gibt es dann kein gefärbtes Wasser to go, denn sie sind es ja, die den Mist verkaufen. Also müssen sie das Zeug zu Hause konsumieren und noch früher aufstehen, um nicht mit der Zeitnot zu kollidieren. Das sind dann die Opfer der Gesellschaft, die nicht am abendlichen gesellschaftlichen Leben teilnehmen können und dann ins Bett gehen, während andere erst den Feierabend beginnen zu zelebrieren.

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Von daher mal ein kleiner Ausruf zwischendurch: Versucht doch mal nicht so kleingeistig zu denken und auch Frühaufsteher brauchen so etwas wie Schönheitsschlaf – auch wenn der nicht unbedingt immer hilft. Noch “ärmer” dran sind die Leute, die in Schichten arbeiten. Ja mein, es ist kaum zu glauben, sowas gibt es auch. Und zwar öfter, als man meinem mag. Aber wie war das noch? Lieber arm dran als Arm ab. Dennoch sind es genau diese Schichtarbeiter, die Anderen den Tag erleichtern, indem sie ihre Dienste zu unmenschlichen Zeiten zur Verfügung stellen. Und dafür nicht am “normalen” gesellschaftlichen Leben unter der Woche teilnehmen können.

Und auch wenn der Ausspruch: “Ich muss 20 Uhr ins Bett” müde belächelt wird, es ist einfach so, wie es ist. Punkt. Das Leben als Service- und Dienstleister ist schon nicht einfach. Aber man sollte schon einmal aufpassen, wie man anderen gegenüber auftritt und ob Sprüche passend und angebracht sind oder nicht. Und vielleicht auch mal ein wenig Verständnis dafür zeigen, auch wenn DAS schwer fällt.

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