Kleine Pöbelstunde anbei

Warum zum Henker meckern alle immer über die Gewerkschaft der Lokführer oder die genannten daselbst? Es ist doch verdammt noch mal ihr verbrieftes Recht, sich den Inflationsausgleich zumindest ein kleines Stück vom Arbeitgeber wieder zu holen. Auch wenn es für uns Kunden der Bahn und der angeschlossenen örtlichen Betriebe ärgerlich ist und man durchaus genervt ist – so wie diverse Blogschreiber. Und man muss auch nicht unbedingt mit den Gewerkschaften liebäugeln – genug Humbug stellen die auch an. Aber zumindest in der Form tolerant sein, zu akzeptieren, dass diejenigen, die ihre Wochenenden und Feiertage opfern für uns, sich auch mal quer stellen.

In den Medien ist es nur eine Hetzkampagne gegen die arbeitende Bevölkerung, die sich dann natürlich auch auf auf die Hirnlosen auswirkt, die dann um so lauter schreien. Selbstgeifernd ist es ärgerlich, wenn diverse Nah- und Fernverkehrszüge ausfallen sowie der innerstädtische S-Bahn-Verkehr betroffen ist, der Arbeitsweg sich ver-x-facht und die aufgewendete Zeit ebenfalls. Man selbst genervt in den Ausstand treten will – doch da stellt sich dann die Frage: Ja warum macht man es dann auch nicht? Klar, Hürde numero uno wäre dann schon die eigene Bequemlichkeit, sich selbst einer Gewerkschaft anzuschließen und dann müsste man auch noch Forderungen stellen. Und man stelle sich vor: sobald genug Mitglieder (oder auch Leute ohne solches) eine Forderung haben, dann muss der Verein namens Gewerkschaft schon reagieren. Aber – man sollte sich schon in gewisser Weise selbst bequemen. Und da geht es los. Meckern können alle gern, gut, oft und in Perfektion, doch selbst für das eigene Glück zu kämpfen, daran mangelt es den Leuten dann schon.

Es muss nicht unbedingt Sympathie oder Enthusiasmus aufgrund des eigenen Leides, das dadurch entsteht, aufgebracht werden, aber zumindest eine klitzekleine Portion Verständnis. Und zum Henker nochmal, man kann auch dieses Gemecker darüber sein lassen, das nervt nämlich auch tierisch. So, selbstnörgelnd war es dann auch schon dazu – mal sehen, welcher Grund sich für die nächste Pöbelei anbietet. Genug dafür schwirren durch den Äther, ist nur die Frage, welcher davon lästig genug ist …

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Im Moment werden die Nachrichten wieder überhäuft mit Wahlen und Wahlergebnissen aus anderen Ländern. Erst Tunesien, dann Ukraine und nun die USA. Was zum Henker geht uns deren Abstimmungsverhalten an? Wie weit ist es interessant für uns, ob der Dummschwätzer aus Übersee Rückgrat im Parlament hat oder nicht? Rückgrat hat er doch eh nicht und sein Friedensnobelpreis, der ist, der wäre an anderer Stelle angebrachter gewesen. Aber davon einmal abgesehen.

Wenn die Medien wirklich mal den mächtigsten Mann der Welt zeigen würden … Aber mal im Ernst, ob der Sack da hinter dem Meer nun Bush oder Obama heißt, raus kommt doch – eh nur Krieg. Und ob die Demokröten oder Republikaner das Sagen haben, raus kommt dabei – eh nur Krieg. Das war, ist und wird wohl so bleiben.

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3 Responses to Kleine Pöbelstunde anbei

  1. Maxx sagt:

    Ja, der Lokführerstreik erhitzt die Gemüter…

  2. LePenseur sagt:

    Ein lesenswerter Artikel hierzu aus katholisch-libertärer Sicht (ja, richtig gelesen! Sowas gibt’s tatsächlich … sogar in Zeiten von Papst Franz!) hier:

    http://papsttreuer.blog.de/2014/11/05/frau-meint-19669342/

    Fazit: man muß nicht katholisch sein, um wirtschaftlich vernünftig denken zu können. Es schließt es aber (entgegen allem Gelaber irgendwelcher Herz-Jesu-Sozen) auch nicht prinzipiell aus …