Alte Bräuche – nachgedacht

Die Menschen waren nicht immer so – gierig. Es gab einmal Zeit, da haben sich die Bauern bedankt bei der Erde für die Ernte. Nicht bei Gott wohlgemerkt, sondern bei der Erde. Die alten Religionen, die auch bis in die heutige Zeit hinein dauern. Ein Danke gegenüber der Natur, die wir so gern nach Herzenslust ausbeuten, ist das eine oder andere mal schon angebracht.

Spätestens nach “Avatar – Aufbruch nach Pandora” hatte man auf ein Umdenken gehofft, doch die Gier der Menschen ist unersättlich. Obwohl der Film ein Kassenschlager war, kam dennoch die Botschaft nicht an. Nein, viel wird sich nicht ändern. Dennoch gibt es einige wenige Gruppen, die zumindest noch an Teilen der alten Bräuche festhalten. Was der eine allmächtige Gott und seine Lakaien nicht vollkommen ausmerzen konnte, so dass zumindest der Glauben an die alten Götter nicht ganz ausstirbt. Danke dafür.

Die feste die wir feiern, haben doch im großen und ganzen irgendwo einen heidnischen Ursprung. Ganz bekannt das moderne Halloween, dass nach dem keltischen Samhain entstanden ist und zwar noch im Grunde, aber völlig “verkommerzialisiert” den Sinn des Festes beleuchtet. Doch dazu am Donnerstag mehr. Und natürlich das Weihnachtsfest, das aus dem heidnischen Julfest entstanden ist und dieses völlig entrechtet hat, ja völlig entehrt und in die christliche Religion implementiert hat. Assimiliert nach dem Motto: Widerstand ist zwecklos. Schließlich lässt sich mit den christlichen Bräuchen mehr Geld verdienen …

Aus dem Brauchtum der Heidnischen Gemeinschaft:

Bei unseren Vorfahren, den Kelten, Germanen und Wenden, hatte Weihnachten verschiedene Namen. Sie nannten es nicht nur Jul, was soviel heißt wie Rad oder Beschwörung, Besprechung der Sonne, sondern auch Sonarblot, das Fest der Sonne (von Sonar = Sonne und Blot = Fest). Dieses Fest zu Ehren der Sonne wurde und wird in der längsten Nacht des Jahres, also zur Wintersonnenwende gefeiert. Liegt die Sonnenwende, die sich von Jahr zu Jahr um ein bis zwei Tage verschieben kann (zwischen dem 20. und dem 23. Julmond) am Morgen oder noch in der hellen Zeit eines Tages, so beginnt das Fest schon am Vorabend des Sonnenwendtages. Denn in der Mythologie des Nordens geht die Nacht dem Tage voraus. Ähnlich wie bei der Sommersonnenwende, die bis zu vierzehn Tagen lang gefeiert wurde, nahmen sich unsere Vorfahren auch um die Wintersonnenwende für das Julfest viel Zeit.

Denn auf die erste Festnacht, die große Mütternacht, folgen noch elf weitere Festtage und -nächte. Wer dieses Fest feiert, versichert sich nicht nur einer guten Ernte (im übertragenen Sinne also des Erfolges im neuen Jahr), sondern auch dessen, daß der Winter vergehen und ein neuer Sommer nahen wird. Mythologisch sind die zwölf Festtage, welche auch als die Raunächte bekannt sind, eine Zeit zwischen den Zeiten, nämlich den Schalttagen zwischen dem Ende des Mond- und dem Beginn des neuen Sonnenjahres. In diesem “dreizehnten Monat” sind wir mystischen Erfahrungen besonders zugänglich, denn hier stehen wir am Ende eines vergangenen Zyklus in der Entstehungszeit des neuen Jahres. Ragnarökr, das Schicksaal der Götter, ist weiter fortgeschritten und alle männlichen Gottheiten, die nicht schon im Verlaufe des Jahres vergingen, sterben. Sunna, die Göttin der Sonne, wird von den Wölfen des Himmels verschlungen. Das gleiche Schicksal ereilt den Sonnengott Odin, welcher vom Fenrirswolf, der Finsternis also, verschlungen wird. Odins Sohn aber kann den Wolf töten. Dadurch zerreißt er die Finsternis und die Götter können wiedergeboren werden. Das Julfest schenkt dem Sonnen- und Fruchtbarkeitsgott Freyr dabei besondere Beachtung. Aber auch Odin, welcher auch Jolnir (Gott des Jahresrades, Beschwörer der Sonne) heißt, hat großen Anteil an diesem Geschehen. Ist doch sein Sohn Widar, der dem Fenrirswolf entgegentritt, die Wiederverkörperung des alten Schamanengottes Odin.

Es wird nicht die Geburt eines ominösen Sohn Gottes gefeiert, sondern eher das Ende des Jahreskreislaufs mit dem Beginn des Neuen. Sterben und geboren werden, der ewige Kreislauf. Besser als Ablasshandel und immerwährende Demut. Respekt vor den Göttern ja, aber keine Demut. Achtung vor den Bräuchen, aber kein Kratzbuckeln vor den Strafen eines Glaubens. Eines Glaubens, der mehr Zwang denn Freude ist.

Das sollte man sich überlegen, wenn die Feste gefeiert werden, wie sie gefeiert werden. Sinn und Zweck sind nicht immer Sinn und Zweck. Selbst zum Erntefest wurde von Speisen und Getränken sowie von den Feldfrüchten immer der Erde etwas zurück gegeben. Gut, man mag es als Aberglaube halten – aber was wir heute der Erde geben ist auch nicht wirklich optimal. Scheisse, Chemie und andere Leckereien, kein Wunder, dass Mutter Erde sauer ist. Im wahrsten Sinne und im übertragenen des Wortes…

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2 Responses to Alte Bräuche – nachgedacht

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