Drogen im Bundestag

… sollten verboten werden. Man weiß nun wirklich nicht, ob und welche Drogen unsere sogenannten Volksvertreter zu sich nehmen, aber die müssen eine Hammer-Wirkung haben. Anders kann man sich gewisse (un)geistige Ergüsse einiger Personen (sind das überhaupt noch Menschen) erklären.

So mußte ich neulichst in den News lesen “SPD-Generalsekretärin fordert Anti-AfD-Bündnis“. Soviel dann auch zu der Demokrötie, in der wir so hin vegetieren. Normalerweise kommt ja Samstags der satirische Wochenrückblick (wobei ja satirisch extra noch betont werden muss in unserer heutigen Zeit, um nicht schnell in eine Schublade gesteckt zu werden). Doch der geistige Dünnschiss dieser Trulla war es wert, einmal eingehend und näher betrachtet zu werden.

Nehmen wir also einmal an, wir würden tatsächlich in einer Staatsform der Demokratie mit freiheitlicher Grundordnung leben, wie unsere naseweisen Vordenker es so gerne predigen. Dann wäre allein schon der überschriftliche Satz der Meldung ad absurdum zu führen. Denn in einer freiheitlichen Grundordnung gehört niemand denunziert oder diffamiert, geschweige denn überhaupt verboten, sondern … Ja, genau, sondern. Würden wir tatsächlich und genauso wie es gemeint ist, in jenem besagten Staatssystem leben, würde es die AfD nicht einmal geben.

Eine Front zu bilden gegen einen Gegner ist genauso kontraproduktiv, wie eine Idee verbieten zu wollen. In einer Demokratie, nach allgemeiner Auffassung dieses Begriffes, sollte man eher sich mit den Zielen des politischen Gegners auseinandersetzen und versuchen, auf politischer Ebene ihm das Wasser abzugraben als mit solchen perversen Macho-Spielchen auf der Bühne zu agieren. Etwas hirnloseres fällt den Politikern wohl nicht mehr ein? Ein Verbot, eine Denunziation oder Diffamierung eines Gegners, einem das politische Wasser abgraben – das hatten wir schon öfters. Man erinnere sich an die Gepflogenheiten während des Dritten Reiches oder auch der kommunistischen Herrschaft davor und danach – in den Staaten des sozialistischen Blocks. Prager Frühling ist ein Stichwort. Aber heute wird nicht mehr scharf geschossen. Keine Panzer, keine Gewehre.

Heute ist es der Dolchstoß, feige von hinten ausgeführt. Heute rottet man sich zusammen mit den Verbündeten von Koalition, Wirtschaft und Geheimdienst, um Gegner mundtot zu machen. Politisch mit einer Koalition gegen die bösen “Demagogen im Schlafrock”, gern genutzt wird hier die Hilfe der Medien. Die Hilfe von Journalisten, die mundtot und ohne jede eigene Meinung nur zu gern den Politikern alles nachplappern, um weiterhin geistigen Nonsens verkünden zu dürfen, entgegen den Richtlinien einer freiheitlichen Grundordnung, gegen eine wahre Demokratie agierend.

Kommentar zu der “Meldung”: “Würde ihre SPD die Probleme dieses Landes selbst anpacken und nicht nur reden, dann gäbe es keine AfD.” Eben genau das ist ja das Dilemma. Und zwar nicht nur das Dilemma der SPD oder CDU. Wenn sie Politik für das Volk und nicht gegen das Volk machen würden, mit einer Legitimation von nur 70% der Wahlberechtigten, dann müssten sie sich nicht immer weiter in das Lügengebäude verstricken, in dem sie sich jetzt schon verfangen haben. Heutzutage beherrscht man das öffentliche Denunzieren des Gegners am Besten. Und mit Demokratie hat das nicht im entferntesten etwas zu tun, geschweige denn von dem freiheitlichen Grundgedanken. Verbote sind nur ein Weg einer Diktatur. Einer von vielen.

Post Scriptum:

Danke Asmodeus für den Hinweis. Anscheinend gibt es laut Tagesspiegel eine Geschichte mit Drogen im Bundestag, zwar schon etwas älter, aber immerhin. Auch wenn die Glaubwürdigkeit des Berichtes aufgrund einiger gekaufter Experten, ähm, natürlich unabhängiger Experten etwas gelitten hat. Man mag ja davon halten, was man will.

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4 Responses to Drogen im Bundestag

  1. Maxx sagt:

    Ganz deiner Meinung. Bei dieser Protagonistin spürt man deutlich, wie den Altparteien angesichts der neuen Konkurrenz der Arsch auf Grundeis geht. Neue Partei = Bedeutungsverlust für die eigene Partei, Posten in Gefahr. Ich erinnere mich, dass auch die PDS in den 90ern ähnlich verteufelt wurde…

  2. Schakal sagt:

    Das interessante bei solchen Äußerungen ist auch, dass diese ohne kritisches Hinterfragen seitens der Nachplapper-Medien abgedruckt werden. Ich wollte mal Journalist werden. Wenn ich mir überlege, dass ich mit solchen systemkonformen Dackeln zusammenarbeiten müsste… Nein. Dieser Ausspruch ist nun schon innerhalb kurzer Zeit der Zweite, der an die Methoden einer Zeit erinnert, die hier doch eigentlich niemand mehr haben möchte. Niemand haben möchte seitens der Politik auch die Braunen. Doch auch hier wird nach einem nichtsbringenden Verbot geschrien, statt sich mit diesen Leuten auseinanderzusetzen. Und da wundern sich unsere Volkstreter über die teilweise steigende Zahl an Nichtwählern. Scheiße in rot, grün, gelb oder schwarz bleibt trotzdem Scheiße.