Der Dämon in mir

Der Dämon in mir – das bin ich selbst. Sogenannte Erleuchtete nennen es Gott. Wissende wissen jedoch, dass Gott nur eine Metapher für uns selbst ist. Gott erschuf uns nach seinem Ebenbild – so grausam kann Religion sein. Denn dann wäre Gott kein Liebender, sondern ein grausamer Tyrann. Ein Dämon. Und zwar einer der übelsten Sorte. Dagegen wäre Luzifer ein Waisenknabe, ein Engel. Achja, ist er ja auch, wenn auch im “negativen Sinne”. Alles reine Auslegungssache.

Der Dämon in mir ist mein innerer Schweinehund. Das Vieh,  das mich stets und ständig zu etwas zwingt. Etwas zu tun oder etwas zu unterlassen, ganz situationsbedingt. Je nach Lust und Laune. Und die ist meist äußerst mies. Ohja, der innere Schweinehund kann ein richtiger Schweinehund sein. Wer hätte das geglaubt? Ein Monstrum, dessen Auswüchse der Logik des Chaos entspringen. Ganz nebenbei angemerkt: die armen Tiere, die diesem Dämon ihren Namen gegeben haben. Aber keine ihrer Eigenschaften. Denn sowohl die Hunde als auch die Schweine sind äußerst intelligente Tiere. Doch der innere Schweinehund eben nicht. Doch das ist jedem sein persönlicher Dämon. Und er kann tausende Gestalten annehmen und jedes Leben beherrschen, wenn man ihn lässt.

Besseren von einem Dämon? Besessen eher von einer fixen Idee, einem Wahn… Einem Zwang. Nicht dem ritualisierten Zwang, obwohl dieser auch die Züge von Besessenheit trägt. Jeder kennt diese Rituale, Schlüssel immer am selben Haken zu hängen haben, der erste Schritt zu Hause zur Kaffeemaschine – was auch immer. Bewusst oder unbewusst.
Besessenheit ist doch nichts anderes als fanatischer Glauben. Woran geglaubt wird, sei dahingestellt. Ob religös oder andere Dinge. Und ja, auch die 50 Paar Schuhe sind Besessenheit.

So kleine Gedanken am Morgen …

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