Vertonte, ähm, verbilderte Gedichte – Teil II

Meine Lieblings-Graphik-Designerin-Zeichnerin-Colouristin hat es mal wieder getan. Doch wo ursprünglich ein anderes Gedicht verbildert werden sollte, nämlich folgender 5-Zeiler:

Die Libelle

Frisch, fromm, frei und munter,
flog die Libelle den Bach herunter.
Da dachte sich der Forellenfisch:
oh, ein Insekt, und noch so frisch,
fing die Libelle und schluckte sie hinunter.
(Dark Lord)

Da hat sie sich vertan, es wurde ein Froschn. Aber was solls, Fehler sind dazu da, gemacht zu werden. Und wir sind alle nur mehr oder weniger Menschen, von daher hab ich dann zum falschen Tier noch das passende 5-Zeilerchen geschrieben – Musste einfach sein. Doch an jenem Abend saß mir wieder mal der Schalk, nicht auf dem Schoß, aber im Nacken, klopfte gegen die Großhirnrinde und verabreichte mir mit dieser widerlich knutschenden Muse mir dann folgenden Einfall:

Der Frosch und die Libelle,
die hatten auf die Schnelle
ein kleines Techtelmechtel,
doch nach dem Gefechtel
verschlang der Frosch die Libelle.
So ein Schuft der Frosch!
- Dark Lord -

Zu sehen ist ihr Arbeitszeugnis natürlich wie immer hier, oder auch hier. Und da mir das Bild diesmal sogar mehr als ausnehmend gut gefällt, diesmal auch als großes, wie es sich gehört:

froschn

 

Vielen Dank, meine Lieblings-Illustratorin!

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One Response to Vertonte, ähm, verbilderte Gedichte – Teil II

  1. Maxx sagt:

    Interessante farbliche Interpretation. Ich wünschte, ich könnte zeichnen…
    Die ersten Verse sind am geilsten! Besonders die mitschwingende existenzialistische Note gefällt mir ausnehmend gut ;-)