Das Wort zum Sonntag: Für die Horde!

Daemos

Ja, für die Horde. Spielen ist die schönste Ablenkung für Zwischendurch, wenn man mal keinen Bock auf sonst nichts hat. Bücher sind momentan auch wieder uninteressant, wurden doch derer mehrere in den letzten Tagen verschlungen und der Geist schreit nach ein wenig Geschichte von Azeroth. Und solange der PC mitspielt, spielt man mit dem PC. Als ausgleichende Beschäftigung, um einmal richtig abzuschalten. Und solange ein Spiel nicht das Leben beherrscht, darf ein Orc gern durch die Gegend metzeln.

Spiele haben die unangenehme Eigenschaft, schnell zur Sucht zu werden. Zuviel gibt es zu entdecken, ganze Questreihen zu erforschen, um die Hintergründe der Story – die es tatsächlich oft auch gibt – zu erforschen. Da geht viel Zeit drauf. Um so wichtiger ist es, sich selbst beherrschen zu können, zwar das Spiel als Abwecvhslung und zum Abschalten zu nutzen, aber sich nicht davon beherrschen zu lassen. Das Leben vom Spiel diktieren zu lassen. Passiert schnell und leicht und wird auch gern von den Spieleherstellern in Kauf genommen – auch wenn sie Gegenteiliges behaupten.

Im Spiel “World of Warcraft” hat es ein russischer Spieler geschaft, alle Erfolge zu erreichen. Und das ist schon eine Hausnummer – und geht keinesfalls ohne Hilfe. Gut, man hat einen Rekord aufgestellt, ein Ziel erreicht, was seinesgleichen sucht – aber dennoch? Was hat man davon? Nichts. Zeit seines Lebens geopfert, unzählige Tastaturen und Mäuse  zerschossen, andere Leute damit genervt… Ein Spiel sollte unterhalten, für kurze Zeit, wenn nichts anderes zu tun ist. Mehr aber auch nicht.

Und was die älteren semester aus der Führungskaste der Bevölkerung nciht wahrhaben wollen. Auch wenn in spielen Gewalt verherrlicht wird, blutrünstig durch die Gegend gemtzelt wird – mn wird dadurch nicht zwangsläufig zum Amokläufer. Für viele ist es der Ausgleich, um den Frust virtuell abzulassen, an ersonen, die nicht existieren. Um dann ausgeglichener an die Herausforderungen des sozialen Miteinander im Alltag zu gehen. Man mag es nicht glauben, doch das funktioniert. Gewiss, es gibt immer den einen oder anderen Fall, wo Menschen labil sind und nicht mehr zwischen Spiel und Wirklichkeit unterscheiden können, zwischen Phantasie und Realität. Ganz bekannt die Szene aus Amerika, in der ein Lausbub durchdreht, weil die Eltern ihm den Zugang zum Spiel gesperrt haben. Doch da sind oft auch die Eltern selbst Schuld. Mit einem ordentlich erzogenen Kind kann das nicht passieren. Doch wenn Eltern ihre Ruhe haben und dem Nachwuchs Fernseher und Computer spendieren, um ihre Ruhe zu haben, braucht sich niemand mehr wundern.

In dem Sinne: Für die Horde!

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2 Responses to Das Wort zum Sonntag: Für die Horde!

  1. Schakal sagt:

    Auch wenn ich in WoW eher auf der Seite der Allianz stehe, so stimme ich dir absolut zu. Spiele sind auch für mich in erster Linie zum Abschalten da von dieser von 7,25 Mrd. “Menschen” überbevölkerten Welt. Ich bin mal gespannt, was die Folgen- und nicht Ursachenbekämpfer so von sich geben, wenn mal jemand Amok läuft und seine ganze Wohnung mit Wahlprogrammen, Flaggen und Postern von Parteien mit C am Anfang vollgekleistert hat…

    • Dark Lord sagt:

      Ach du grüne… Nagut, ich hab ja auch mal einen Nackt-Elfen gespielt, Ähm, Nachtelfen natürlich.

      Aber deine angesprochenen Amokläufer gibt es ja schon, nur dass die Wohnung nicht voll Plakate hängt von Parteien mit C am Anfang… Siehe dir mal an, wieviele Familienväter erst ihre Familie und dann sich erledigt haben, weil es nicht mehr ging..