Jubeläum! 1 Jahr Bloggerei … Fazit

Kalligraphie - Übung

Auf den Tag genau seit einem Jahr schreibe ich nun in der großen bunten Blogger-Welt. Was ursprünglich nur als Tagebuch begann, um sich den Frust von der Seele zu schreiben, so einmal richtig auszukotzen, hat nun langsam Dimensionen angenommen, von denen ich selbst überrascht bin. Doch dazu später, erst einmal ist es Zeit für mich persönlich ein Resümee zu ziehen. Ein kleiner Rückblick auf ein Jahr bloggen, gespickt mit Zahlen, persönlicher Selbsterkenntnis. Dazu auch ein kleiner Ablauf, wie so mein morgendlicher Blog-Tag beginnt. Und natürlich ein kleiner Rückblick, meine persönlichen Best of. Warum so groß? Ganz einfach, weil es das Hobby ist, dass ich so lange gesucht habe, was mich persönlich erfüllt. Nebenbei erwähnt, gab es dadurch auch schon eine Nachfrage eines Verlages, ob ich das nicht in Buchform herausbringen möchte.

Das Schreiben, das Schreiben,
Soll man nicht übertreiben,
Das kostet bloß Papier.
Wilhelm Busch (1832 – 1908)

Zahlen:

In den 365 Tagen habe ich sage und schreibe 421 Einträge veröffentlicht, 6 Entwürfe liegen noch in der Warteschlange und warten auf Beendigung – allein in diesem Blog. Das neu dazugekommene Tagebuch hat bereits 114 Einträge (seit dem 17.05.2014). Und das kleine Nebenprojekt Küchen-Tagebuch schafft es immerhin auf 36 Einträge (ab 22.05.2014). Da die Counter zwischendurch ausgewechselt wurden, kann die Leserzahl nicht komplett wiedergegeben werden, aber grob überschlagen: 36 Leser täglich, das macht im Jahr 13140. Wobei in letzter Zeit, seit ich etwas System hineingebracht habe, die Zahlen leicht ansteigen. Rekord lag bei 336 an einem Tag. Im Schnitt achte ich darauf, so ca. 500 Wörter zu nutzen (das macht geschätzte 210.000 Wörter auf alle Beiträge) – natürlich sinnvoll. Und ganz unwichtig, aber nebenbei erwähnt: 34 Kategorien mittlerweile und Nutte war natürlich der häufigste Suchbegriff von Suchmaschinen.

Mein morgendlicher Blog – Ablauf

Ich schreibe grundsätzlich morgens, wenn der Kopf noch einigermaßen klar ist, halbwegs zumindest. Wie sieht denn nun so eine schreibende Sitzung aus? Es beginnt erst einmal mit dem Erstellen des Eintrags, Dokuments - Zigarette stopfen, Schluck Kaffee - und dann wird kurz sinniert - Zigarette anzünden, rauchen und denken - was man verdammt noch mal schreiben wollte. Achja, da war etwas. Moment, reload beim Blog-Zug. Weiter geht es. Überschrift gefunden, Thema sitzt nun. - rauchen, Schluck Kaffee - Erst noch einmal kurz nachsehen, ob es ein Zitat gibt, mit dem man den Eintrag etwas treffender beginnen kann. - Schluck Kaffee, rauchen, verdammt, Kaffee schon wieder alle, Kippe ebenfalls. Also in die Küche latschen, Kaffee holen, neue Zigarette stopfen -. So, wo war ich? Zitat. Mittlerweile habe ich ja 5-6 Seiten, wo ich mir diese standardmäßig - Schluck Kaffee - hole. Kurz gesucht, gefunden, implementiert, formatiert – Kaffee ist schon wieder alle, also in die Küche latschen, Kaffee holen, Nutte verköstigen - und nun beginnt das eigentliche Schreiben. - Zigarette anzünden, kurz sinnieren, Musik anschalten und gleich einbauen und verlinken -. Jetzt bin ich im Fluß, die Wörter sprudeln nur so aus den Fingern, die über die Tastatur flitzen. Kaffee und Kippe sind vergessen, der gesamte Horizont liegt auf den Bildschirmen. Zwischendurch nachschlagen, was ich nicht weiß, kurz nachkorrigieren. Eintrag fertig. Punkt. - Zigarette stopfen und rauchen -. Jetzt wird noch kurz nachgelesen, überflogen, eventuelle Fehler korrigiert, Zeitpunkt der Veröffentlichung. Klick. Fertig, stolz, auf wieder einen einigermaßen ansehnlichen Text, der auch das ausdrückt, was ich wollte.

Blog schreiben tagsüber

Ja, auch das geht, aber faszinierender weise immer nur morgens – auf dem Arbeitsweg zur Arbeit. Ab zum Bus, warten. Peng, da ist er, der Gedanke. Handy raus, Notizprogramm aufgerufen und schon geht es los. Bus kommt, einsteigen, im Optimalfall auch setzen. Weiter geht es, Handy wieder raus, Notizprogramm gestartet und schon huschen die 2 Daumen über das Display. Kurzer Blick in die Runde, Menschen analysieren und den Eindruck gleich in die Gedanken einfließen lassen. Weiter geht es. Umsteigepunkt erreicht, raus, ab zum Bahnsteig und auf den Zug gewartet. Währenddessen wird sinniert, was noch in den Text muss. Ah, Idee für ein passendes Bild, gleich als Platzhalter mit in die Notiz. In die Bahn einsteigen, Standard-Stehplatz an der Tür, Handy raus. Weiter geht es. Und meistens, pünktlich an meiner Station ist der Eintrag dann auch fertig. Passt, ab zur Arbeit latschen. In dem Moment fängt es im Kopf an zu rotieren, wie der Tagesablauf ablaufen soll. Und dann geht auch gar nichts mehr, was nicht über die Arbeit hinaus geht.

Meine persönlichen Best of:

Aller Anfang ist schwer – 17.08.2013

Schrift und Sprache – 20.08.2013

Träume sind Schäume – 21.08.2013

Moden, Stile, Änderungen – 15.09.2013

DURITIA, IRONIA, MORDACITAS – 26.09.2013

Deutsche Sprache – schwere Sprache? Sprache? … wtf? – 27.09.2013

Nutten – Tagebuch – 15.10.2013

Sturm? Flut? Sturmflut? – 05.12.2013

Und mein aller-, allerbester … – zeitlos

Das reicht auch erst einmal. Alle würden Rahmen sprengen, sind aber schon in mein nächsten Projekt aufgenommen, Ein Buch mit den Blog-Einträgen. So als Erinnerung, für mich, eventuell für jemand, der mir Nahe steht.

Mein Fazit nach einem Jahr

Mittlerweile ist das Schreiben zu einem Hobby geworden. Zwischendurch hab ich mich auch an Kritiken versucht, jedoch festgestellt, dass es nicht so ganz meins ist. Doch wird dieses Thema wieder aufgenommen in dem neuen Projekt “Blogs kritisieren”, dass ich nun begonnen habe.
Doch nicht nur Blogs werden mittlerweile geführt, es werden auch Bücher, nebenbei Gedichte, mal mehr oder weniger gut, geschrieben. Meist per PC, aber auch gern stilvoll, mit Feder und Tinte in alten Schriftarten. Das Schreiben ist zu einer Sucht geworden, die die Spielsucht abgelöst hat, getrieben von der Angst, nicht mehr alles zu schaffen, was ich mir noch vorgenommen habe. Und so habe ich nun das eigentliche Projekt, mit dem im Grunde alles begonnen hat, aufs Eis gelegt und widme mich größtenteils der Schreiberei. Meinen Stil konnte ich schon verbessern – finde ich persönlich jedenfalls. Gelegentlich kommt auch mein schwarzer Humor wieder hervor, wenn die Laune es zulässt.

Die Projekte:

Tagebuch – für das tägliche Geschwafel, allgemeines Geseier

Küchentagebuch – Für Tipps, Kniffe und Rezepte rund um die Küche

Blog – Mecker – Kiste – Andere Blogs kritisieren, ehrlich, aber direkt

Dieses Blog – verschiedene Themen, die mich bewegen

Das ursprüngliche Projekt – das seit eben einem Jahr “etwas” brach liegt

 

Buch über die Menschen – Leseprobe gibt es nach Fertigstellung

Blog – Tagebuch – als Erinnerung

Gedichteband – mit dem besten Auswurf, was der Schmalz in meinem Kopf so hergibt

 

Dieser Beitrag wurde in Blogbattle, Geschichtliches, Menschlicher Irrsinn, Morgendlicher Wahnsinn, Netz - Zeug, Persönliches, Schwafelecke, Tagespalaver geschrieben und mit , , , , , getaggt. Speichere den Permalink.

Kommentieren beendet.