Vollmond ade

Vollmond ade, scheiden tut weh…  Hähä, denkste. Als Mondsüchtiger, Mondabhängiger ist  sowas wie eine schöne, runde Mondscheibe doch nur eine Qual. Gewiss, sieht nett aus, das war es dann aber auch schon.

Schlaflosigkeit gepaart mit einer gewissen Art von Lethargie sind kein Zuckerschlecken im Alltag eines “normal” Werktätigen, wie es so schön damals bei uns im Osten hieß. Und dann noch die sommerliche Schwüle dazu ist eine echt widerliche Mischung. Da kann unter Umständen schon man die eine oder andere depressive Phase auftreten. Doch solange man Herr über sein eigenes ICH ist, sollte die Zeit relativ einfach zu bewältigen sein. Eine gewisse Portion Ego, gepaart mit etwas Überheblichkeit und Willen lässt mit eiskaltem Blick den erhobenen Mittelfinger in Richtung Mond zeigen, in Gedanken zu dem Rest der Menschheit.

Viele halten die Mondsucht für ein Gerücht, für ein Hirngespinst. Können sie gerne, als nicht Betroffener kann man sowas auch leicht sagen. Dafür halte ich die Menschlichkeit, Humanität für ein Gerücht. Ebenso wie die bedingungslose Liebe – doch dafür lass ich mich gern im Gegenzug vom Gegenteil überzeugen.

Schon im Altertum wussten die Menschen, dass bestimmte Mondphasen für bestimmte Ereignisse verantwortlich sind – genauso, wie wir heute wissen, dass der Mond für Ebbe und Flut verantwortlich ist. Dank des kosmischen Phänomens, dass sich Schwerkraft schimpft. Nicht nur der Mond hat Einfluss auf das Leben, auch dieses tödliche Zentralgestirn unseres Sonnensystems mit seinen unberechenbaren Ausbrüchen. Wer das leugnet, der kann sich auch gleich selbst einweisen,  denn das ist mittlerweile sogar nachgewiesen.

Klar ist die Verwandlung bei Vollmond in einen Werwolf ein Mythos – bestreitet niemand. Doch ebenso ist es ein Mythos, dass die Sonne ausschließlich lebensspendende Energie sendet. Diese sogenannte lebensspendende Energie kann in hohem Maße tödlich sein (ist es sogar auch), wenn nicht wiederum das kosmische Phänomen namens Schwerkraft uns zwei Abwehrschirme namens Atmosphäre und Magnetfeld spenden würde. Und wenn uns die Biologie eines gelehrt hat, dann ist es das, dass, was gesund ist in kleinen Mengen,  in hohen Dosen schädlich sein kann – nicht unbedingt sein muss.

Warum soll es nicht also auch die Energie (-Abstrahlung) des Vollmondes sein, die den menschlichen Metabolismus hemmt, oder gar für einen gewissen Zeitraum ins Chaos stürzt? Die die Psyche und Physis beeinträchtigt?

Wir lassen uns so gern von wissenschaftlichen Ergebnissen beeinflussen – lasst doch auch einmal die ursprünglichen Instinkte das Leben leiten.  Die Instinkte, die uns das Leben als Mensch und das Überleben als Spezies überhaupt erst ermöglicht haben. Nicht umsonst hat die Natur dieses Phänomen hervorgebracht, auch wenn es ein wenig mystisch klingt und wissenschaftlich nicht unbedingt nachweisbar ist. Auf die innere Stimme zu hören ist manchmal besser als einen Verstand zu benutzen, bei dem die Fragwürdigkeit desselben auch gegeben ist. Ausserdem kann dieser beeinflusst werden…

Und ausserdem,  mal ehrlich: Lieber mondsüchtig als der Alkoholsucht, der Spielsucht, Partysucht oder irgendwelchen Drogen verfallen. Mond sucht kann man bekämpfen, und zwar leichter als das andere Zeugs.

Zum Nachschlagen:

Was alle diese Studien und Meinungen aber beinhalten, ist der nicht nachweisbare Aberglaube, Verbrechens- und Geburtenstatistiken. Aber wie die Psyche eines Menschen aussieht bei den Mondphasen, können sie definitiv nicht messbar darlegen. Noch kann niemand in einen Kopf reinsehen geschweige denn Stimmungsschwankungen messen. Und das dürfte der wesentlich größere Faktor sein. Gute Nacht!

 

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