Verfluchtes Informationschaos

Wenn man einfach nur eine klitzekleine Information aus dem Internet such, so stößt man immer wieder bei den Suchen auf irgendwelche Angebote zum Kaufen, Shoppen oder Zocken. Verdammte Vielfalt. So entstand ja auch mal meine Idee, die Informationen gebündelt in einer Datenbank zu sammeln und diese dann allgemein zugänglich – mein kleiner Beitrag für die Menschheit zur Bewahrung des Wissens – nutzbar zu machen.

Entweder man nutzt die großen Portale wie Wikipedia, die zwar eine Informationsvielfalt bieten, die eine Enzyklopädie wie ein Taschenbuch aussehen lassen, aber mit zu viel, viel zu Viel drumherum aufwarten, dass man die kleinen benötigten Informationen gar nicht findet oder diese – in der zwar kompletten Thematik sowas von übervollständig – aber schlichtweg einfach übersehen wurden. Verflucht seien Google und andere Suchmaschinen, die zwar Informationen bieten, aber dermassen käuflich sind, dass eingekaufte Websites, die für die eigentliche Thematik nutzlos sind, an erste Stelle stellen.

Was nutzt mir ein Seminar in Ober-Unter-Mittelösterreich zur Kräuterkunde, wenn ich doch einfach nur wissen will, welche Verarbeitungsform und Konservierungsmöglichkeit für Huflattich die Beste ist? Ich suche nur 1-2 Wörter und bekomme dutzende Angebote für Bücher oder zur Kräuterkunde in World-of-Warcraft oder anderen Spielen. Was heißt das denn nun? Back to the roots – zurück zu den Anfängen. Bücher lesen. Wohnung vollstopfen mit Wissen, dass man einst sicher glaubte in den Weiten des World-Wide-Web.

Als die Kommerzialisierung des Internets noch nicht so fortgeschritten war wie heute, man auf einfache Suchanfragen auch explizit die Ergebnisse erhielt, die man benötigte, ohne ein komplexes System aus Suchwörtern zu erstellen, um ansatzweise auch nur die Ergebnisse auszuschließen, die man nicht benötigt, um dann genau diese zu erhalten. Das Internet ist zu groß geworden. Verdammt noch mal zu groß. Und zu chaotisch. Kein Wunder, dass der Boom das Wissen betreffend bereits stagniert. Klar, man findet Allerhand, macnhmal, eher selten, auch wissenswertes, doch im Allgemeinen ist es nur noch der Profit, der diese einst so allgemein freie und nützliche Institution der Menschheit lenkt. Angebot und Nachfrage.

So bleibt es abzuwarten, ob das Experiment, klare, gepackte, aber dennoch vollständige Information gebündelt hinzubekommen. So ein Käse!

 

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