Nächste CD – Kritik – kritisch betrachtet

Bevor wieder eine endlose Diskussion startet, wie eine ordnungsgemäße Rezension auszusehen hat, folgende Hinweise vorab:

  1. Das ist keine ordentliche Rezension
  2. Ich schreibe das für mich und für kein Zine
  3. Übe ich das damit
  4. Ist mir das alles im Grunde scheissegal …

Lord of the Lost – “From the Rain in to the Flood

Erhältlich zusammen mit der CD “From Flame in to the Fire” in der sogenannten Limited Edition.

Dass Chris Harms, der Frontman von Lord of the Lost sehr experimentierfreudig ist was die Musik, seine Musik angeht, wissen wir spätestens seit von Harms & Kapelle das Album Meilenstein erschienen ist. Auf dem er sich natürlich richtig ausgetobt hat mit verschiedenen Musikstilen in Verbindung mit seiner Stimme und seinem Stil. Dieses Experiment hat er nun mit diesrm Album erfolgreich fortgeführt. Natürlich mit der Unterstützung seiner Band. Neu aufgemischt und neu gespielt wurden The Best of Lord of the Lost, die man als langjähriger Hörer schon kennt und meistens auch mag. Die besten Titel in verschiedenen Stilen und auch nur in diesen verändert.

So zum Beispiel See you soon, das man ja bisher als ruhige Ballade kennt, leicht mit verzerrter E-Gitarre, etwas beschleunigt und auch der Drummer hat diesmal etwas mehr zu tun. Auch der Keyborder darf sich über etwas mehr Arbeit freuen. Aber dennoch ist der Wiedererkennungswert vorhanden und der als Subway to sally-Mix lässt das Ganze auch tanzbar erscheinen.

Kill it with Fire” hat dafür ein ordentliches Metal-Gewand bekommen. Und das screaming des Refrains lässt die Taktfrequenz des Herzens sich erhöhen. Der leichte elektronische Touch im Hintergrund stört nicht, im Gegenteil, er fügt sich wunderbar ein. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber dennoch sauber gemacht und gut gelungen. ”Eure Siege” wurde dagegen als Ost+Front-Version neu gespielt, was dem Titel einen neuen Glanz verleiht. Erinnert aber mehr an Rammstein als an Ost+Front, was der Qualität aber keinen Abbruch tut. Auch dieser Song geht ins Ohr und beweist einmal mehr die musikalische Leistungsfähigkeit der Band und das stimmliche Repertoire des Sängers.

Heart for Sale” kommt als Darkhouse – Version daher, wird dadurch aber etwas eintönig und verliert an Glanz. Keine gute Leistung auf dem sonst guten Album. Daraus geworden ist eine Mischung aus Popmusik und Old-school-Rock. Nein, das könnt ihr besser. ”Die Tomorrow” – nun, da bin ich persönlich etwas meinungslos. Mir gefällt diese Version überhaupt nicht und ich bin froh, demnächst wieder das Original zu hören. Sehr experimentell geworden, viele Spielereien eingebaut auf musikalischer Ebene, aber nicht wirklich passend und zu stark entfremdet, auch vom Stil der Band. Ein Swing-Titel von einer Gothic-Band, das geht selbst mir zu weit …

Blood for Blood” hat auch ein sehr poplastiges Gewand bekommen, auch hier ist meine Meinung nicht sehr positiv darüber. Es hört sich irgendwie an wie eine Mischung aus Major Tom, Blümchen und irgend etwas anderem. Auch hier geht der Daumen eindeutig nach unten. Die Art und Weise musste nun wirklich nicht sein. Und schon gar nicht mit meinem Lieblinstitel. ”Sex on legs” als Formalin-Club-Remix hat dagegen wieder mehr Feuer und wurde auch nicht zu stark verzehrt. Auch die elektronische Untermalung wurde diesmal passend gewählt. Und hört sich nicht an wie ein Marusha-Verschnitt.

Alles in allem keine eindeutige Kauf-Empfehlung. 2-3 Titel, die durchaus hörens- und erwähnenswert sind, viel Spielerei, aber wenig, was man öfter hören mag. Gesamteindruck mittelmäßig, da viel zu viel verzehrt wurde und Stile eingemischt, die eindeutig nicht passen.

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