CD-Kritik Lord of the Lost – “From the flame in to the Fire” …

Zuallererst sollte erst einmal erwähnt werden, dass ich niemals ein Musikfan im Sinne der Bands oder Plattenfirmen bin oder sein werde. Ich genieße Musik, die mir gefällt, unvoreingenommen und damit voreingenommen durch meinen persönlichen Geschmack. Ich werde jetzt niemals einen Hype deswegen starten und mir sämtliche Konzerte ansehen oder Autogramme jagen. Noch lerne ich sämtliche Texte auswendig, wer wann wo warum in welcher Band gespielt hat und wie dessen Leben verlaufen ist. Ich höre Musik und finde sie gut oder nicht. Wenn sie gut ist, darf sie auch gern öfter gespielt werden. Wenn nicht, dafür gibt es den Papierkorb auf dem Desktop und den Mülleimer im Haushalt. Musik ist zum genießen da und nicht, um sie kategorisch zu sortieren, in Schubladen zu stecken oder komplett auseinander zu dividieren, in sämtliche Einzelteile zu zerlegen. Dementsprechend sind, wenn ich sie dann mal ablasse, auch meine Kritiken dennoch als objektiv zu betrachten.

Heute “Frome the Flame in to the Fire” von Lord of the Lost

Fists  up in the air – begrüßt vom ersten Titel auf dem Album mit solidem metal. Da kann der Tag gut beginnen. Und lässt gleich erahnen, dass das Album auf jeden Fall anders wird. Oder ist es Techno? So richtig einsortieren lässt es sich für mich nicht.

Kingdom Come – wie der Beginn, so geht es ordentlich und munter weiter. Mit ordentlich Tempo und Stimmung – Aufbau für das vorzeitige Finale im nächsten Titel. Crowlen und screamen, alles was dazu gehört. Phantastisch …
Über “la bomba” brauchen wir nicht lang zu faseln. Auf jeden Fall provokant und anders. Mit Ohrwurm – Garantie. Mehr gibt es darüber nicht zu sagen. Eine ganze eigene Komposition, die sich absolut nicht einsortieren lässt und Verknüpfung mehrerer musikalischer Stile vereint. Lässt auf jeden Fall das Können eines Musikers/einer Band erkennen. Daher, Daumen hoch, gut gelungen!

Bevor ich jetzt noch jeden einzelnen Titel auseinander pflücke, die Wichtigsten und Besten mussten einfach kommentiert werden, eben schon weil sie provozieren. Nennen wir sie einmal Lückenfüller, die anderen Titel auf dem Album sind ebenso gut, zwar nicht bestechend, aber gut. Und gegenüber anderen Kritikern, die meinen, sich mit Musik auszukennen. Chris Harms hat auf jeden Fall eine charismatische Stimme, die er auch vielfältig einzusetzen weiß.

Der vorletzte Titel – Holy F. – Die Gänsehaut fehlte mir zwar, aber dennoch ging der Song durch Mark und Bein. Und zwar dermaßen, das die repeat – Funktion des Players bemüht werden musste, um die Wirkung ja nicht verfliegen zu lassen. Die Verbindung von metal mit Sopran-Opernstimme ist der Wahnsinn. Wahrlich, mit diesem Album haben es LotL geschafft, zu provozieren und experimentieren. Provokation scheint im Moment hoch angesagt zu sein,  wir erinnern uns an Saltatio Mortis mit “Wachstum über alles”.
Dennoch besticht das Album durch abwechslungsreiche Stücke, so dass man es getrost auch komplett auf dem Weg zur Arbeit hören kann. Und wenn ich meine komplett, dann wirklich komplett, denn gerade das ist bei den wenigsten Alben der Fall.  Nur vermisse ich den Roten Faden, der sich durch das Werk zieht – oder ich konnte ihn einfach nicht erkennen. Und was ich auch gern noch als nicht positiv kritisieren möchte: es ist mir ein einigen Stellen, ich kann es leider nicht anders beschreiben, zu “poppig” geworden. Etwas zu starke Anlehnung an Popmusik. An einigen Stellen … Trotzdem dürfen einige Stücke des Albums in meine Ewig-Playlist wandern, die mittlerweile fast schon überfüllt ist.

Album – Cover bei Amazon

1. Fists up in the Air
2. Kingdom come
3. La Bomba
4. Afterlife
5. Killed this Fire
6. Six feet underground
7. Go to Hell
8. Odium
9. My one shadow
10. Bitch
11. I’ll sleep when your dead
12. Holy F
13. In a perfect World

 

 

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