Einfache Küche

Irgendwie kam meine letztens gepostete Ernährungsweise in form eines einfachen, billigen aber leckeren Pfannenessens super an. Nicht nur dass das spontan mal nach gekocht wurde, nein, selbst an einem Schlafgast ausgetestet und für gut befunden worden. Ich für meinen Teil bin stinkendfaul und habe nicht die geringste Lust, meine wenig vorhandene Freizeit in der Küche zu verbringen. Von daher beschränken sich meine kulinarischen Ergüsse im freizeitlichen Bereich auf dass, was am wenigsten Arbeit macht und dazu obendrein billig ist. Und was einfach und nebenbei beim Fernsehgucken oder spielen einfach zu löffeln ist.

Dann werde ich mal dem Wunsch einer einzelnen Dame nachkommen und unregelmäßig, je nach Lust und Laune mal beschreiben, was mir spontan zu einem einfachen und billigen Essen einfällt. Heute mal Hähnchentitten auf einfache Art (wem die Zutaten zu ordinär sind gern auch gegen qualitativ hochwertigere Ware ersetzbar):

Man nehme eine billige Hähnchentitte aus tierquälender Massentierhaltung, ein paar gentechnisch manipulierte und überzüchtete Kartoffeln, eben solche Möhren und Zwiebeln. Gewürze und Kräuter – wie immer – nach Geschmack und belieben. Zwiebeln sind für mich einfach und die beste Art, einem Gericht nötige Würze zu verleihen und den Verdauungstrakt auf Touren zu halten bei der Gasproduktion.

Die Hähnchentitte, die eh schon im Leben ordentlich gelitten hat, lassen wir nun noch etwas weiter leiden, in dem wir sie längs in schmale Streifen schneiden, leicht mit Salz und Pfeffer würzen. Die Kartoffeln gewaschen, aber ungeschält in etwas dickere Scheiben scheibeln, Zwieben dafür schälen und halbiert in Streifen streifeln. Die Möhren ungeschält waschen und auch längs in Scheiben scheibeln. Nach dem wir nun alles gescheibelt und gestreifelt haben, sortieren wir das Ernteergebnis monokultivierter Flora und Fauna in ein passendes  Gefäß, optimalerweise die Kartoffeln und Möhren nach unten, Zwiebeln, Kräuter und Gewürze zwischendrin, das tote Geflügel selbstverständlich nicht zu vergessen. Etwas Öl rundet das Ganze ab, geht nicht auf die Hüften dank pflanzlicher Herkunft und wiederum genbehandelter Pflanzen (Raps in meinem Falle). Gedeckelt das Ganze wiederum mit Kartoffeln und und dann deckelt man noch das Gefäß zu und schiebt das ganze in den Ofen, halbe Power bei 220° und wartet zwischenzeitlich dann so 30 Minuten auf das Ergebnis. In der Wartezeit kann man selbstverständlich um den Ofen rumtanzen und singen “Die Hex ist tot, die Hex ist tot, hurra hurra die Hex ist tot”, sich wie Alfred Biolek mit gepanschten Weinen besaufen oder was auch immer man so zu tun gedenkt.
Ich für meinen Teil hab mich der Aufgabe gewidmet, die Wäsche zu verarzten, also Quasi den Wäscheständer von eben jener zu befreien, eben jene eben weiter zu quälen durch schlagendes Falten und in die hintersten Ecken eines chemisch echt toll behandelten Holfgefäßes zu verstauen – man nennt das glaub ich Schrank. Derart körperlich verausgabt, ist es mir völlig latte, was ich mir in den Rachen schiebe – von daher ärgere ich mich dann eh nicht, wenn meine heimeligen Kochkünste versagen.

Wenn die Zeit rum ist, Ofen abschalten und weitere 15 Minuten ziehen lassen. Für mich eine Art Reifeprozeß des Essens. Mein Futter reift in lauer Wärme nach, mein Hunger dementsprechend auch. Wenn der Hunger genug gereift ist und man dass sprichwörtliche Schwein am Spieß a la Obelix in einem Stück verspeisen kann, dann sind die Geschmacksnerven eh schon so weit unterstrapaziert, dass sie vor Freude alles annehmen, was in den Hals geschoben wird: Futter fassen!

Und wem ich jetzt noch nicht den Appetit vermiest habe, der kann demnächst, wie bereits gedroht, Ähnliches gelegentlich in der Kategorie Küche einfach und billig finden … Mahlzeitn!

 

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6 Responses to Einfache Küche

  1. Katharsion sagt:

    Die Ergänzung vom Hobbykoch:
    Dazu noch 4 Esslöffel Joghurt oder Creme fraich mit ein wenig Pfeffer und frischen(wahlweise auch nicht) chilischoten würzen: Chili GANZ GANZ GANZ fein hacken (1 teelöffel/ 0,5 bei getrockneter) dazu ein wenig Zitronengras geben und für die Süße ein wenig Honig hinzugeben. Das unterrühren und mit ein wenig Frischkäse verlängern. Alternativ kann man statt Honig auch Met hinzufügen: Das bringt ein wenig Herbe und Frische in die Sauce. Ausserdem wäre Met die beste Möglichkeit für leute die keine Cremigen Saucen mögen.

  2. AvangerAngel sagt:

    Btw: Ich schreib das absichtlich nicht mit genauen Mengen, da jeder eigentlich seinen Appetit kennen sollte und die Mengen in dem Fall auch nicht relevant sind. Relevant sind 3 Dinge: Einfach, billig und schnell zu händeln. Dein ergänzender Tip in Ehren, passt super gut zusammen, wertet das ganze genial auf – aber setzt einen Schuss können und wollen voraus und diese Art von Genialität bezwecke ich nicht, da ich diese Art von Kochkunst schon tagsüber bis zur Vergasung praktiziere und eben freizeitlich auf Einfachkeit setze – wie im Thema erwähnt. Trotzdem sind selbstverständlich ergänzende Kommentare gern gesehen und erwünscht.

  3. Muddi . sagt:

    Jaaaaa, endlich mal wieder ein Blogeintrag, wie ich ihn gewohnt bin! *jubel, rumhüpf, den Wasserschlauch schon mal in den Keller halt und mit dezentem Kopfnicken auf selbigen deut* Dass ich das noch erleben darf!*weiter euphorisch rumkasper* >:o)

  4. AvangerAngel sagt:

    Danke *verbeug* es war mir wie immer kein Vergnügen, anderen eine Freude zu bereiten. Autogramme wie immer nach der Sprechstunde beim Psychiater. Geldspenden in Millionenhöhe sind einfach auf meinen Balkon zu werfen.

  5. Muddi . sagt:

    klar, ich fahr jetzt extra zu dir, um dir nen Cent auf den Balkon zu werfen….

  6. AvangerAngel sagt:

    in Millionenhöhe … miaauuu *ohren zuhalt*